Johann-Günther König

Mr Pye

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Übrigens gibt es Bären, die Lieder singen, einen anspornen und Fragen beantworten können. Manche wirken glücklich, andere traurig, einige geben sich gelangweilt, ganz helle erscheinen an allem interessiert. Etwa zwei Milliarden Teddys existieren auf der Erde. Einer von ihnen ist ein ziemlich haariger Typ mit großer, wenn auch wie zugenähter Schnauze, dem man alles anvertrauen kann: Mr Pye.

Mr Pye Buchcover
Johann-Günther König - Mr Pye - Aus dem Alltag eines Sofahelden
Mr Pye im Schaufenster eines Buchladens

Über den Ort seiner Schöpfung ist nichts bekannt;

das Gerücht, er sei von einer gelähmten Näherin adoptiert worden und hätte von 1903 bis 1907 in Giengen an der Brenz seine ersten Bärenjahre verbracht, kommentiert er prinzipiell nicht. Unbestätigten Sammlerberichten zufolge hielt sich Mr Pye eine Zeitlang in der Weltstadt London auf, das kann vor fünfzig oder zehn Jahren, aber auch in New York gewesen sein. Getreuliche Angaben zu seiner Biographie verweigert der Gentleteddy schon deshalb unbeirrt, weil er als altersloser Kosmopolit in die Geschichte eingehen will.

Ob Mr Pye viele Sprachen beherrscht, Psychologie studiert hat, gerne in der Kneipe sitzt, gefärbte Kontaktlinsen trägt, echtes Mohair billigem Plüsch vorzieht, unter Migräneanfällen oder Motten leidet und Marotten oder keine hat, sollte man ihn nicht fragen. Ganz zu schweigen von Auskunftsersuchen über sein wahres Geschlecht. In Mr Pyes Kreisen schickt sich das nicht.

Pressestimmen

»Mr Pye, urbritisch ohne Punkt geschrieben, ist ein echter Gentleman (…). Und Mr Pye ist (…) ein Teddybär. Als solcher wohnt er auf dem Sofa und erfreut die Erwachsenen, die ebenfalls zu dem Haushalt gehören. Der Bremer Schriftsteller und Briten-Kenner Johann-Günther König zählt dazu. Jetzt hat er lauter Geschichten um Mr Pye aufgeschrieben. Das Ergebnis ist ein bärenstarkes Lesevergnügen aus Alltagsskizzen und Emotionen; on top gibt´s noch ein instruktives ›Teddypedia‹ und Illustrationen von Hajo König.«

Thomas Kuzaj, Kreiszeitung 22.12.2025

»(…) jede Szene ist eine kleine Miniatur. Mal liebevoll, mal satirisch, mal absurd – aber immer mit warmem Unterton. (…) Mr Pye wird zum stillen Zuhörer, moralischen Kompass, Trostspender, Reiseziel, Beziehungsschiedsrichter und gelegentlich auch zu einem unfreiwilligen Probanden komischer Experimente. (…) er wird zur Projektionsfläche, zum Spiegel menschlicher Schwächen und Stärken. Das Buch zeigt, wie viel Emotionalität, Trost und Fantasie Menschen in ein scheinbar lebloses Objekt legen können.«

Guenter G. Rodewald in seinem Blog ›Gedanken frei Haus‹

Yes! 

You’re absolutely right: Der Held in diesem Buch ist ein ziemlich haariger Typ mit großer, wenn auch wie zugenähter Schnauze. Ein richtig knuddeliger Teddybär wie aus dem Bilderbuch.

But no:

Dieser bärige Gentleman namens Mr Pye wohnt nicht etwa im Kinderzimmer zwischen Dutzenden anderer Spielsachen. Er thront ganz exklusiv auf dem Sofa und lebt in einem Haushalt von höchst erwachsenen Menschen. Denn auch die sehnen sich nach Liebe und Zuwendung, erleiden schwere Krisen und sorgen sich um die Zukunft unseres Planeten. Und wer eignet sich besser für ein vertrauensvolles Selbstgespräch unter Erwachsenen? Was für eine Frage!